AOK Hessen tritt dem Demografienetzwerk bei

AAI8. Demografiekongress: von Altersstereotypen zu Generationenbildern/“Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens“

Frankfurt, 22.01.2018 – Das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain begrüßt zum Beginn dieses Jahres die AOK Hessen als neuestes Mitglied. „Wir freuen uns außerordentlich über unsere Aufnahme in das Netzwerk“, so Detlef Lamm, Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen. Als Gründe für den Beitritt nennt er die beiden großen Herausforderungen, denen wohl alle Unternehmen und Organisationen derzeit ausgesetzt sind: Die demografische Veränderung der Beschäftigtenstruktur (u. a. Fachkräftemangel) und die neue Arbeitswelt mit ihren Ausprägungen der Digitalisierung sowie Kulturveränderung. „Deshalb“, so Lamm weiter, „empfinden wir unsere Mitgliedschaft im Demografienetzwerk als Chance für eine großartige Partnerschaft.“ Denn Unternehmen können voneinander lernen, um ihren spezifischen Weg zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu finden.

Auch das Demografienetzwerk freut sich auf die neue Partnerschaft und gibt sich überzeugt, von der Expertise der Hessischen Gesundheitskasse profitieren zu können. „Wir begrüßen diesen Neuzugang“, so Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. Insbesondere mit ihrer Studie zu den Altersbildern in der eigenen Organisation habe die AOK Hessen Pionierarbeit geleistet, von der andere Unternehmen im Umgang mit der demografischen Entwicklung im eigenen Betrieb profitieren könnten. Die Studie hatte die Leiterin der Stabsstelle Diversity Management, Sonja Lambert, auf dem letztjährigen Demografiekongress vorgestellt. Zu den Motiven für die Untersuchung sagte sie, im Zeitalter des Demogafischen Wandels und der Digitalisierung werde es erfolgsentscheidend sein, die Zukunft mit allen Mitarbeitergenerationen zu gestalten. Lambert wörtlich: „Ob Jung oder Alt: alle Generationen verfügen über Talente unabhängig vom Alter.“ Um die Voraussetzung für eine plurale Sichtweise auf das Thema Alter zu prüfen, untersucht die Fokusgruppenstudie der AOK Hessen deshalb, wie ältere Generationen von den jungen wahrgenommen werden und spiegelt dies an den Fragen: Wie sehen sich die Älteren selbst? Und wie schauen die Führungskräfte, gleich welchen Alters, auf die Thematik?

Wie die Untersuchung zeigt, existieren zwar durchaus auch positive Alterszuschreibungen, aber gerade im Hinblick auf die Digitalisierung erscheinen Jugendzentrierungen stärker als die Wertschätzung der Erfahrenen. Dabei seien diese, so Lambert weiter, in der Regel hoch motiviert, die digitale Transformation mitzugestalten. Wichtig sei deshalb, dass vor allem die Führungskräfte dies als Chance begriffen und sich für Lernpartnerschaften zwischen Jung und Alt einsetzen. Genau darum geht es auch auf dem 8. Demografiekongresses, der am 22. März 2018 vom Netzwerk in der IHK Frankfurt veranstaltet wird. Sein Thema: „Miteinander innovativ – Generationen im Takt“. Als 14. Initiatorin des Netzwerks übernimmt die AOK Hessen die Patenschaft für das Forum Gesundheit, das traditionell Themen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements behandelt. Mit Beispielen aus der Unternehmenspraxis will es zeigen, wie gesundes Führen unter den veränderten Vorzeichen der digitalen Transformation möglich bleibt. „Dieses Forum und der Kongress zeigen, dass Fortschritt vom Austausch des Wissens lebt“, so IHK-Präsident Müller. Und Austausch sei besonders dringlich angesichts des Fachkräftemangels, der inzwischen zum Geschäftsrisiko Nummer 1 für die Unternehmen geworden ist: “In der jüngsten IHK-Umfrage hat knapp jedes zweites Unternehmen angegeben, dass der Fachkräftemangel ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung darstellt. Dies zeigt uns, das Unterstützungsangebote und Hilfestellungen wie das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain für die Betriebe wichtiger denn je sind.”

Über das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain

Das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain besteht zurzeit aus 14 Partnern. Die Initiatoren sind: die IHK Frankfurt am Main, die Stadt Eschborn, die Stadt Frankfurt am Main, der Regionalverband FrankfurtRheinMain, das Europabüro der Metropolregion FrankfurtRheinMain, die ING-DiBa, das Demographie Netzwerk (ddn), die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, das IHK-Forum Rhein-Main, die Kreisstadt Dietzenbach, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Verein zur Förderung der Standortentwicklung e.V., die Frankfurt University of Applied Sciences und die AOK Hessen. Die Initiatoren bündeln im Netzwerk viele ihrer Aktivitäten zur Fachkräftesicherung. Wichtigste Instrumente sind der Kongress, Fachveranstaltungen, Arbeitskreise, Broschüren und die Website: www.demografienetzwerk-frm.de

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