Programm

Arbeit-Alter-InnovationVeranstaltung HWK Wiesbaden | 06.02.2018
Arbeit – Alter – Innovation

Über die Auswirkungen der sich ändernden Arbeitsbedingungen auf die Beschäftigten am 06. Februar 2018 in der Handwerkskammer Wiesbaden.
Die Digitalisierung läuft auf Hochtouren: Maschinen werden per Apps bedient, Firmenmails und –termine über das private Smartphone gesteuert und Meetings über digitale Videotelefonie abgehalten. Daran ist auch nichts auszusetzen. Oder?

Wie aber geht die Belegschaft mit diesen Wandlungsprozessen um? Wer kann Schritt halten? Wer wird abgehängt? Und wer traut sich im Umgang mit den digitalen Medien wie viel zu? Besonders im Hinblick auf die Folgen des demographischen Wandels und der Digitalisierung kommen auf Wirtschaft und Verwaltung herausfordernde Aufgaben zu: nämlich eine alternde Belegschaft innovativ zu halten. Während der Umgang mit den modernen Medien für junge Kollegen längst Alltag ist, fühlt sich die Generation 50plus dieser Herausforderung wenig bis kaum gewachsen. Gefragt sind also Personal- und Weiterbildungsstrategien, welche die Kooperation zwischen Jung und Alt begünstigen. Vorausgesetzt, dass Altersstereotypen aus dem Weg geräumt und moderne Generationenbilder in der Arbeitswelt 4.0 geschaffen werden können.

Im Rahmen des Gemeinschaftsevents „Arbeit – Alter – Innovation“ am 06. Februar 2018 in der Handwerkskammer Wiesbaden möchten die hessische Staatskanzlei, die Handwerkskammer Wiesbaden, die AOK Hessen, das Demographie Netzwerk ddn, die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und das Demographienetzwerk FrankfurtRheinMain genau diesem Phänomen auf den Grund gehen. Zudem werden Ergebnisse der bundesweiten ddn-Online-Umfrage zu Generationenbildern und -management wie auch zu Altersstereotypen vorgestellt. Ziel der Veranstaltung ist es, diese Stereotypen zu erkennen und die Generationenbilder zu verändern.

14.30 Uhr
Einlass

15.00 Uhr
Eröffnung durch HWK Wiesbaden

Klaus Repp

Präsident der HWK Wiesbaden

Längst hat die Digitalisierung auch das Handwerk erreicht: Handwerksbetriebe und
-organisationen schreiben auf dem Weg in die digitale Zukunft spannende Geschichten. Die Herausforderung dabei: für jeden Beruf und jeden Bereich die passende Lösung zu finden – und vor allem für jedes Alter.

15.15 Uhr
Grußwort

Axel Wintermeyer

Staatsminister

Demografischer Wandel und Digitalisierung – beides sind Entwicklungen, die künftig noch mehr Herausforderungen für die Gesellschaft mit sich bringen werden. Aus diesem Grund sind sie Querschnittsthemen für die Hessische Landesregierung. Querschnittsthemen, die nicht isoliert betrachtet werden können, und langfristige Perspektiven und Lösungen erfordern: Wie sieht die Welt in 30 Jahren aus? Und welche guten Beispiele, Ideen und Konzepte bringen uns erfolgreich in die Zukunft?

15.30 Uhr
Keynote

„Miteinander Innovativ – Generationen im Takt“

Prof. Dr. Christian Stamov-Roßnagel
Jacobs University Bremen

Die veränderten Arbeitsbedingungen haben deutliche Auswirkungen auf die arbeitende Generation 50plus . Dies belegen auch seine Studien: Seinen Umfragen zufolge schätzen junge Beschäftigte ihre Kollegen der Generation 50plus als wenig technikaffin und lernbereit ein. Doch nicht nur die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch das Selbstbild der älteren unterstreicht das defizitäre Bild von Altersstereotypen. Wie also kann man die Generation 50plus fördern, damit sie mit dem digitalen Wandel Schritt halten können?

16.15 Uhr
Kaffeepause

16.45 Uhr
Impuls

„Generationenbilder – Altersstereotype erkennen und verändern“

Sonja Lambert, AOK Hessen, sowie Martina Schmeink, Das Demographienetzwerk e.V. (ddn), im Gespräch

Referenten

Sonja Lambert
AOK Hessen

Erfahrene Mitarbeiter suchen nach Herausforderungen. Doch traut man ihnen beim Umgang mit den modernen Medien und Technologien manchmal nicht viel zu. Skills wie Innovation, digitale Kompetenzen oder Veränderungsfähigkeit werden Kolleginnen und Kollegen der Generation 50plus gerne mal abgesprochen. Sonja Lambert hat die Gründe untersucht: Negative Altersstereotypen und die Verknüpfung von Alter, Kompetenz und die noch vorliegende Jugendzentrierung.

Martina Schmeink

Geschäftsführerin Das Demographienetzwerk e.V. (ddn)

Um den Folgen der Digitalisierung gewachsen zu sein, bedarf es der Zusammenarbeit aller – Jung und Alt. Doch wie sieht diese Zusammenarbeit der Generationen in Wirklichkeit aus? Im Wechselspiel stellen Sonja Lambert und Martina Schmeink während des Impulsvortrags brisante Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Generationsbildern vor. Sonja Lamberts Fokusgruppenuntersuchung bezieht sich auf Altersstereotypen in der betrieblichen Praxis. Und Martina Schmeink berichtet über ihre bundesweite ddn-Umfrage hinsichtlich der unterschiedlichen Sichtweisen auf die Arbeitswelt 4.0. Wie ist Ihre Perspektive zur künstlichen Intelligenz im Arbeitsalltag? Nehmen Sie an der ddn-Umfrage teil, denn Ihre Meinung zählt!

17.15 Uhr
Bistrotalk

Referenten

Detlef Lamm
Vorstandsvorsitzender AOK Hessen

Mit über 3.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die AOK-Hessen einer der führenden Krankenversicherer und zeitgleich Arbeitgeber in Hessen. Auch sie muss mit Blick auf die Folgen des demographischen Wandels und der Digitalisierung innovativ und leistungsfähig bleiben. Klar, dass man dafür die Potenziale aller Generationen braucht. Schlecht, wenn Defizitbilder vom Altern stören. Was tun?

Dr. phil. Martin Pott
stv. Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Wiesbaden

Ausnahmslos alle Handwerksberufe sind von der Digitalisierung betroffen. Der Kammer kommt dabei die Aufgabe zu, ihre Betriebe und Organisationen zielgenau zu unterschützen – durch Beratung, Aus- und Weiterbildung. Auch die Handwerkskammer selbst ist von den Folgen der Digitalisierung betroffen: Ganz gleich, ob Jung oder Alt – beim Aufbau einer wirksamen eGovernment-Struktur will sie alle ihre Beschäftigten auf die Reise mitnehmen.

Eva Schubert
INQA

Die Arbeitswelt 4.0 will erprobt sein. Als Einrichtung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bietet DIE INITIATIVE NEUE QUALITÄT DER ARBEIT (INQA) im Rahmen von sozialpartnerschaftlichen oder betrieblichen Vereinbarungen Experimentierräume an. Hinzu kommen Expertenwissen in Form von Bestandsaufnahmen und Handlungshilfen, Beispiele guter Praxis oder die qualifizierte Begleitung von Change-Management-Prozessen.

18.00 Uhr
Offene Diskussion mit Auditorium

18.15 Uhr
Get-together

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