Armin Bayer: “Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main im Demografienetzwerk”

Initiatoren_0008_BayerArmin Bayer leitet den Bereich Wirtschaftspolitik bei der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.

Armin Bayer ist damit auch Ansprechpartner für Fragen des Arbeitsmarktes, der Fachkräftesicherung und der demografischen Entwicklung. Dazu gehören auch die Themenfelder Vereinbarkeit von Beruf mit Pflege und Kinderbetreuung und deren betriebliche Umsetzung im weit überwiegend kleinteilig strukturierten Handwerk.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte, im Hinblick auf den demografischen Wandel, in Ihrer täglichen Arbeit?
BAYER: Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist Selbstverwaltungsorgan des Handwerks in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts erbringen wir eine Vielzahl von Leistungen für unsere Mitglieder. Diese Aufgaben sind einerseits gesetzlich in der Handwerksordnung festgelegt, andererseits bieten wir weitere spannende Dienstleistungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung, aber auch in der Beratung und in der Interessenvertretung an. Im Hinblick auf den demografischen Wandel ist darüber hinaus ein Schwerpunkt unserer Arbeit die Förderung der Berufsorientierung und der Ausbildung, bspw. durch unser Projekt „Schule – Handwerk“, das Spanienprojekt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main sowie das Projekt „PAuL – Perspektive Arbeit und Lebensqualität“ zur beruflichen Qualifizierung und Integration von Flüchtlingen für und in den Arbeitsmarkt .

Welche Vorteile hat es, Teil des Demografienetzwerkes zu sein?
BAYER: Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist Gründungsmitglied des Demografienetzwerkes FrankfurtRheinMain. Die zentralen Vorteile, die das Netzwerk für die Handwerkskammer bietet, liegen in der Bündelung, Rückkoppelung und dem regelmäßigen Austausch von Fachwissen und Expertise der relevanten Partner im Rhein-Main-Gebiet aus Wirtschaft und Unternehmen, aus Wissenschaft und Forschung sowie aus Politik und Verwaltung. Dadurch können gemeinsame Interessen schneller und besser gebündelt und einer sinnvollen Lösung im Sinne unserer rund 33.000 Mitgliedsbetriebe und deren über 135.000 Mitarbeiter zugeführt werden.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft im Demografienetzwerk?
BAYER: Der demografische Wandel bringt auch für das Handwerk als Querschnittssektor, der vom Baugewerbe über Kfz-Werkstätten, das Lebensmittel- und Gesundheitshandwerk bis zu personenbezogenen Dienstleistungen wie etwa Friseure oder den Handwerken für den gewerblichen Bedarf wie beispielsweise Metallbauer oder Gebäudereiniger reicht, vielfältige Veränderungen mit sich. Dies betrifft besonders die Nachwuchssicherung im Handwerk, die sich vor allem auf die duale Berufsausbildung in etwa 130 Ausbildungsberufen im Handwerk stützt. Angesichts schrumpfender Schülerzahlen und einem anhaltenden Trend zum Studium ist es der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ein zentrales Anliegen, die Vorteile der bewährten Ausbildungsstrukturen im Handwerk sowohl für Arbeitnehmer wie auch für Arbeitgeber zu verdeutlichen und zukunftsorientiert zu gestalten.

Weitere Interviews mit dem Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main Bernd Ehinger zu den Themen: “Fachkräfte für das Handwerk“, “Eine europäische Angelegenheit” und “Wir brauchen nicht nur Akademiker“, sowie Bernd Sieber, Leiter des Geschäftsbereichs Berufliche Bildung bei der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main zum Thema: “Duale Ausbildungschancen“.

NEU_HWK_FRM_blau