Frederik André Marohn: „BA im Demografienetzwerk”

160324_MarohnFrederik André Marohn ist im Fachbereich „Arbeitsmarkt und Netzwerke“ der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit tätig. Zu seinen Aufgabenfeld gehören u.a. die Berichterstattung über den regionalen Arbeitsmarkt (und somit auch dessen demographische Entwicklung). Zudem ist er hessischer Koordinator für den Arbeitsmarktmonitor der BA. Dieser hilft bei der Analyse regionaler Strukturen anhand von Daten zu Berufen, Branchen, Arbeitsmarkt und Demografie.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte, im Hinblick auf den demografischen Wandel, in Ihrer täglichen Arbeit?
MAROHN: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist eine maßgebliche Akteurin am deutschen und europäischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Um ihre Dienstleistungen schnell und professionell erbringen zu können, muss sie sich veränderten Marktsituationen laufend anpassen. Der BA ist bewusst, dass der Demografische Wandel ein Megatrend ist, der das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt bereits jetzt verändert und die Marktdynamik auch künftig nachhaltig beeinflusst. Der Fachbereich Arbeitsmarkt und Netzwerke der Regionaldirektion Hessen analysiert die quantitativen und qualitativen Ungleichgewichte im regionalen Fachkräfte- und Stellenangebot und sucht gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern nach differenzierten Lösungen, um Arbeitskräfte und -stellen bestmöglich zusammenzuführen. Dabei werden die Potenziale von Frauen, Jugendlichen, Älteren, Rehabilitanden, schwerbehinderten Menschen, sowie von Migrantinnen und Migranten besonderes berücksichtigt.

Welche Vorteile hat es, Teil des Demografienetzwerks zu sein?
MAROHN:  Aufgrund der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften in der Metropolregion FrankfurtRheinMain erwartet die Fachkräftekommission Hessen perspektivisch zunehmende Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung. Um diesen frühzeitig aktiv entgegenzuwirken, ist ein gemeinsames Verständnis über die Bedarfe der Unternehmen und die Qualifikation der Arbeitskräfte in der Region unverzichtbar. Dieses entsteht maßgeblich durch die Aktivitäten im Demografienetzwerk. Zur Unterstützung der Netzwerkarbeit kann der Fachbereich „Arbeitsmarkt und Netzwerke“ der RD Hessen wichtige Fakten und Analysen zum regionalen Arbeitsmarktes seinen Netzwerkpartnern unkompliziert und anschaulich aufbereitet zur Verfügung stellen. Mit dem Arbeitsmarktmonitor steht uns zudem eine moderne virtuelle Plattform zum Austausch in regionalen und lokalen Netzwerken zur Verfügung.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft im Demografienetzwerk?
MAROHN: Die Metropolregion FrankfurtRheinMain ist ein wesentlicher Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Hessen. Durch einen gemeinsamen Austausch mit Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Kommunen aus der Metropolregion FrankfurtRheinMain sehen wir die Chance, dass regionale Kräfte gebündelt und gemeinsame Ideen erarbeitet werden, um dem drohenden Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.

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