Martina Schmeink: „ddn im Demografienetzwerk”

SchmeinkSeit Januar 2016 ist Martina Schmeink Geschäftsführerin des Unternehmensnetzwerks Das Demographie Netzwerk ddn e.V. Das bundesweite Unternehmensnetzwerk steht für die selbstorganisierte Bewältigung des demographischen Wandels durch und mit Unternehmen. Mit seinen regionalen Netzwerken und Facharbeitskreisen bietet ddn Unternehmen, öffentlichen Arbeitgebern und Institutionen die Möglichkeit, Teil eines Kompetenznetzwerkes zu sein und darin aktiv an betrieblichen Problemlösungen zum demographischen Wandel mitzuarbeiten.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte, im Hinblick auf den demografischen Wandel, in Ihrer täglichen Arbeit?
SCHMEINK: Der demographische Wandel beeinflusst Menschen und Märkte und macht auch vor den Unternehmenstoren nicht Halt: Alternde Belegschaften, schwer zu besetzende Stellen oder die zunehmende Vielfalt in der Belegschaft werfen vielfältige betriebliche Fragestellungen auf. ddn – Das Demographie Netzwerk e.V. ist angetreten, um hierzu einen themenübergreifenden Erfahrungs- und Wissensaustausch in den Unternehmen zu initiieren. Auf Basis zehn goldener Regeln setzt sich das Netzwerk unter anderem für eine nicht diskriminierende, altersneutrale Personalpolitik, für eine ausgewogene Altersstruktur der Belegschaft und den Wissenstransfer zwischen den Generationen ein. So ist ddn als Unternehmensnetzwerk die Plattform für engagierte Unternehmen, die sich als gute Arbeitgeber verstehen. ddn steht für einen gemeinsamen Lern-, Vergleichs- und Innovationsprozess, der Unternehmen und Institutionen optimal auf den demographischen Wandel vorbereiten soll.

Welche Vorteile hat es, Teil des Demografienetzwerks zu sein?
SCHMEINK: Den demographischen Wandel meistert man besten im Zusammenwirken mit anderen. Unternehmen, Kommunen, öffentliche Institutionen und Forschungseinrichtungen arbeiten im ddn Hand in Hand und praktizieren das, was wir kollegiale Beratung nennen. Von den Besten zu lernen, Kooperationspartner zu finden oder gemeinsam Öffentlichkeit herstellen und etwas zu bewegen, sind nur einige der Vorteile. Hierzu ist der regionale Zuschnitt des Austauschs von besonderer Bedeutung. Im Demografienetzwerk Frankfurt Rhein Main gelingt die regionale Vernetzung vorbildlich. Das ist eine wunderbare Inspiration auch für andere Regionen.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft im Demografienetzwerk?
SCHMEINK: Das Demographie Netzwerk e.V. ist Gründungsmitglied des Demografienetzwerks Frankfurt Rhein Main. Die Region ist eine der ersten, in der ddn sich an regionaler Vernetzung beteiligt hat, um Erfahrungswissen und Best Practices einzuspeisen und zugleich neue Ideen aufzunehmen. Nach unserer Erfahrung sind insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen durch regionale Vernetzung eher zu erreichen als durch überregionale Angebote. Hinzu kommt, dass für KMU die regionalen Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung sind. ddn möchte durch sein Engagement dazu beitragen, die KMU der Metropolregion Frankfurt Rhein Main rechtzeitig in eine Pole-Position im demographischen Wandel zu bringen.

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