Matthias Böss: “Regionalverband im Demografienetzwerk”

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Matthias Böss ist Referent für Daten und Analysen, Fachbereich Regionalentwicklung, beim Regionalverband FrankfurtRheinMain.

Seine Aufgaben sind das Regionale Monitoring, das heißt die kontinuierliche Raumbeobachtung unter anderem der Bereiche Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung, sowie das Erstellen von Prognosen. Er ist Organisator der Reihe Demografie-Dialog „Älter, weniger, bunter – und was nun?“ beim Regionalverband und Leiter der Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte, im Hinblick auf den demografischen Wandel, in Ihrer täglichen Arbeit?
Im Fachbereich Regionalentwicklung des Regionalverbandes leite ich die Fachstelle Daten und Analysen. Dort haben wir ein umfassendes Raumbeobachtungssystem für die 75 Mitgliedskommunen des Verbandes und die gesamte Metropolregion FrankfurtRheinMain aufgebaut. Schwerpunkte der Beobachtung sind die Themen Bevölkerungsentwicklung, Wohnen, Wirtschaft, Verkehr und Flächennutzung. Wichtige Ergebnisse werden in den Monitoring-Broschüren und im Statistik-Viewer veröffentlicht, die im Internetauftritt des Verbandes (region-frankfurt.de) zu finden sind.

Welche Vorteile hat es, Teil des Demografienetzwerks zu sein?
Der Regionalverband hat die Aufgabe der Regionalen Flächennutzungsplanung. Ein stetiger Austausch mit den Experten ist notwendig, um die anstehende Flächennachfrage zu erkennen. Gemeinsam gilt es für die Zukunft jedem Bürger genügend Wohnraum und einen Arbeitsplatz in der Region zur Verfügung zu stellen und dafür Flächen vorzuhalten. Dabei steht die nachhaltige Flächennutzung im Vordergrund – das heißt beispielsweise den Vorzug der Innenentwicklung auf den bereits bebauten Flächen zu geben oder den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen. Damit blieben die Stärken der Region erhalten, landschaftlich attraktiv und polyzentrisch zu sein.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft im Demografienetzwerk?
Die regionale Zusammenarbeit ist angesichts der starken Zuwanderung sehr wichtig. Es geht um neue Konzepte für die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen – dabei insbesondere um die Definition der neuen Rollen von Stadt und Umland bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Die Mitgliedschaft im Netzwerk verbessert den Austausch beispielsweise in der Frage: „Wie wollen wir in FrankfurtRheinMain im Jahr 2030 leben?“ Es kristallisiert sich eine internationale, smarte und nachhaltige Region heraus. Doch zur Zielerreichung ist es noch ein langer Weg, der nur gemeinsam gegangen werden kann.

Ein weiteres Interview von Matthias Böss zum Thema: “Wohnen im Alter“.

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