Sebastian Trippen: “IHK Frankfurt am Main im Demografienetzwerk”

161217_initiatoren_tippenSebastian Trippen ist seit November 2016 Leiter des Geschäftsfeldes Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung. Damit ist er in der Industrie- und Handelskammer erster Ansprechpartner für die Bau- und Immobilienwirtschaft, für Fragen der Mittelstands-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik, dem Bereich Konjunktur und Statistik sowie zur Förderung der Zusammenarbeit in der Metropolregion FrankfurtRheinMain.

Herr Trippen unterstützt die Unternehmen bei allen Fragen des demografischen Wandels und treibt aktuell neben dem IHK-Fachkräftemonitor die Entwicklung eines IHK-Demografiechecks voran. Beide Online-Tools helfen Unternehmen, Politik und Öffentlichkeit demografische Entwicklungen für FrankfurtRheinMain vorherzusagen, um schnell Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Mit Studien, Analysen und Veranstaltungen werden die Unternehmen für die Herausforderung Fachkräftesicherung informiert und sensibilisiert.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte im Hinblick auf den demografischen Wandel in Ihrer täglichen Arbeit?
TRIPPEN: Durch den demografischen Wandel ändern sich die Rahmenbedingungen in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt in rasender Geschwindigkeit. Vor diesem Hintergrund möchten wir Orientierung liefern und Dienstleister für Unternehmen, Politik und Öffentlichkeit sein. Zahlreiche Bausteine sind hierfür notwendig: Verstärkte Aus- und Weiterbildung bereits qualifizierter Fachkräfte, die Qualifizierung von bisher Ungelernten, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter. Dies sind nur einige der Themen, die angepackt werden müssen.

Welche Vorteile hat es, Teil des Demografienetzwerks zu sein?
TRIPPEN: Die Herausforderungen des demografischen Wandels können nicht alleine bewältigt werden. Zahlreiche „dicke Bretter“ müssen gebohrt werden, damit die Unternehmen und die Region als Ganzes weiter erfolgreich sein können. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit weiteren Partnern nach Lösungen zu suchen. Das Demografienetzwerk bietet die ideale Plattform hierzu: Unternehmen, Kommunen und verschiedene Institutionen kommen unter dem Dach dieses Netzwerkes zusammen und arbeiten gemeinsam daran, die Auswirkungen des demografischen Wandels positiv zu gestalten.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft im Demografienetzwerk?
TRIPPEN: Der Wettbewerb der Regionen wird intensiver und die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften ist inzwischen zu einem echten Standortfaktor geworden. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, auch in der insgesamt wachsenden Region FrankfurtRheinMain an den Themen demografischer Wandel und Fachkräftesicherung zu arbeiten. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass auch in FrankfurtRheinMain einige Kommunen bereits mit Bevölkerungsrückgängen konfrontiert sind. Hierfür Lösungen und Antworten zu finden ist aus meiner Sicht das große Ziel des Demografienetzwerkes.

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