Susanna Caliendo: “Europabüro im Demografienetzwerk”

CaliendoSusanna Caliendo ist Leiterin des Europabüros der Metropolregion FrankfurtRheinMain.
Das Europabüro FrankfurtRheinMain bildet die Schnittstelle zwischen den Europaakteuren in Frankfurt/Rhein-Main, der Landesregierung sowie der Europäischen Kommission und anderen Akteuren in Europa. Es besteht aus der Repräsentanz in Brüssel mit Sitz in der Hessischen Landesvertretung und der Zentrale mit Geschäftsstelle beim Regionalverband FrankfurtRheinMain. Das Büro wird von der Stadt Frankfurt und dem Regionalverband gemeinsam betrieben.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte, im Hinblick auf den demografischen Wandel, in Ihrer täglichen Arbeit?
CALIENDO: Als Europabüro vertreten wir die Interessen der Metropolregion FrankfurtRheinMain auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Dazu gehört auch, die wirtschaftliche Stärke unserer Region zu sichern. Der demografische Wandel führt allerdings dazu, dass der Wettbewerb um Fachkräfte zwischen den Regionen in Deutschland, Europa und der Welt immer stärker zunimmt. Diesen Auswirkungen bereits heute zu begegnen, ist deshalb ein wichtiges und zukunftsorientiertes Handlungsfeld unserer Arbeit. Dabei setzen wir auf die Stärkung und den nachhaltigen Ausbau der Willkommenskultur in der Region. Auf Grundlage unserer Willkommensstrategie “Welcome to FrankfurtRhineMain” arbeiten wir täglich daran, dass sich Fachkräfte in ihrem Berufs- und Privatleben willkommen und aufgenommen fühlen und in unserer Region ein Zuhause finden.

Welche Vorteile hat es, Teil des Demografienetzwerks zu sein?
CALIENDO: Der demografische Wandel ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, der wir vor allem auch auf regionaler Ebene begegnen müssen. Dabei ist es nicht zielführend, wenn jeder seine eigene Strategie verfolgt. Mit dem Demografienetzwerk setzen wir auf Vernetzung, Austausch und Wissenstransfer und arbeiten gemeinschaftlich daran, unsere Metropolregion für die Zukunft zu stärken. Dabei profitieren wir auch in unserer Arbeit ganz konkret: Der Arbeitskreis Willkommenskultur hat nicht nur maßgeblich unsere Willkommensstrategie geprägt, er ist auch Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der geplanten Maßnahmen. So können wir effektiv Energien und Strukturen bündeln und die Willkommenskultur in die Fläche tragen.

Welche Ziele verfolgen Sie mit ihrer Mitgliedschaft im Demografienetzwerk?
CALIENDO: Wir wollen den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegenwirken und die Willkommenskultur der Metropolregion nachhaltig ausgestalten. Gleichzeitig wollen wir mit Wirtschaft, Verwaltung, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Vereinen und Initiativen an einem Strang ziehen und langfristige Partnerschaften etablieren. Nur so können wir alle gemeinsam daran arbeiten, unsere Region schon heute, aber auch für die Zukunft fit zu halten. Wir wollen eine Metropolregion mitgestalten, die nicht nur von Willkommenskultur spricht, sondern Vielfalt aktiv lebt. Hierfür müssen wir als Einheit in Europa und der Welt auftreten.

Weitere Interviews von Susanna Caliendo zu den Themen: “FrankfurtRheinMain darf sich nicht auf Erreichtem ausruhen” und “Interessenvertretung in Brüssel“.

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