Programm

Bild 26. Demografiekongress am 14. April 2016 in der IHK Frankfurt am Main

FrankfurtRheinMain – 4.0 im Licht der Zukunft

Revolutionen sind etwas Spannendes: Gespeist aus dem Wunsch, Systeme aufzubrechen, müssen die Ideale, die diese Revolution antreiben, wieder in ein System überführt werden, wenn sie wirksam sein sollen. So ist es auch mit der vierten industriellen Revolution oder kurz: Industrie 4.0. Wie derzeit kaum ein anderes Thema haben „smarte“ Lösungen unsere gesamte Gesellschaft erfasst. Was heißt 4.0 aber eigentlich genau? Wofür ist es gut? Und was war an 3.0 so schlecht, dass wir jetzt alle flexibel, effizient und „smart“ werden müssen?

Auf dem 6. Demografiekongress gehen wir der Frage nach, welchen Wandel Industrie 4.0 mit sich bringt – und wie daraus Fortschritt 4.0 entsteht. Im Gepäck: viele Hausaufgaben für unsere Metropolregion. Um sie alle zu bewältigen, präsentiert sich der Kongress in einem neuen und noch effizienteren Format – wie passend.

Tagesmoderation: Karl-Heinz Schulz, Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH

9.00 Uhr
Einlass und Marktbummel

10.00 Uhr
Eröffnung

Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main

FrankfurtRheinMain 4.0

FrankfurtRheinMain 4.0 – das heißt Industrie 4.0, Wissen 4.0, Arbeit 4.0.; die Reihe ließe sich mühelos verlängern. Nicht wenige Forscher sprechen von der vierten industriellen Revolution, die unsere Gesellschaft erfasst hat. Die spannende Frage: Wie wird daraus Fortschritt 4.0? Soviel ist klar: Die Metropolregion muss ihre Hausaufgaben machen, will sie darauf eine Antwort haben.

Prof. Dr. Mathias Müller

ist Präsident der IHK Frankfurt am Main und somit oberster Repräsentant der gewerblichen Wirtschaft im IHK-Bezirk.

10.15 Uhr
Keynote
Arbeit 4.0: Roboter übernehmen den Arbeitsmarkt!
Carsten Brzeski, ING-DiBa AG

Arbeit 4.0: Roboter übernehmen den Arbeitsmarkt!

Der Einsatz von Robotern und anderen Technologien wird in den kommenden Jahren Millionen von Arbeitskräften hierzulande überflüssig machen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung der Volkswirte der Bank ING-DiBa. Demnach bedroht die sich zunehmend beschleunigende Technologisierung mittel- und langfristig mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland. Von den 30,9 Millionen sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten, die in der Untersuchung berücksichtigt werden, würden demnach 18 Millionen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durch Maschinen und Software ersetzt.

Keynote

Carsten Brzeski

ist Chef-Volkswirt bei der ING-DiBa AG

10.35 Uhr
Keynote
Arbeit 4.0: Die Chancen nutzen!
Dr. Josephine Hofmann, Competence Center Business Performance Management am Fraunhofer-Institut

Arbeit 4.0: Die Chancen nutzen!

Dr. Josephine Hofmann forscht zum Thema Führungskonzepte und flexible Arbeitsformen. Damit Unternehmen von der Digitalisierung profitieren, braucht es vor allem eins: mehr mutige Entscheidungen! Ihre Arbeit fokussiert auf der chancenorientierten Gestaltung innovativer Arbeitsformen und der Erforschung neuer Anforderungen in Bezug auf Schlüsselkompetenzen, Führungskonzepte und Ansätzen des Wissensmanagements und Lernen. Die Umsetzungsorientierung ihrer Arbeit entspricht dem Selbstverständnis und dem Auftrag der Fraunhofer Gesellschaft.

Keynote

Dr. Josephine Hofmann

ist Leiterin des Competence Center Business Performance Management am Fraunhofer-Institut

10.55 Uhr
Bistrotalk
Die Arbeitswelt 4.0 – alles nur ein Hype oder die Zukunft?

Die Arbeitswelt 4.0 – alles nur ein Hype oder die Zukunft?

Vier Stühle – und niemals einer Meinung. Anhand eines realistischen Unternehmensalltags reflektieren wir Pro und Kontra 4.0 und riskieren einen Blick in die Zeit nach der 4.0-Rhetorik – oder: Was passiert eigentlich, wenn wir uns dem ganzen Digitalisierungsstress einfach verweigern?

Referenten

Carsten Brzeski

ist Chef-Volkswirt bei der ING-DiBa AG

„Als Industrienation wurde es höchste Zeit, dass wir uns auf die Anforderungen der Digitalisierung einstellen. Deutlich ist, dass in der globalisierten Welt die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass Arbeitsplätze verschwinden werden und neue entstehen. Unterm Strich werden sich Tätigkeiten und ganze Berufsbilder verändern.“

Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich

ist Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences

“Industrie 4.0, Internet der Dinge, Big Data/Analytics stellen einige zentrale Schlagwörter dar, wenn Gegenwart und Zukunft unseres ökonomischen wie auch gesellschaftlichen Lebens beschrieben werden sollen. Darin liegt die Hoffnung einer bisher nicht gekannten Effizienz, durch die das Leben wieder einfacher werden soll. Die Praxis verweist aber auf das Gegenteil: Jede Weiterentwicklung der Technik hat das Leben komplexer gemacht. Die Bewältigung von Komplexität ist zur Daueraufgabe der modernen Welt geworden. Sind wir dafür gerüstet?”

Dr. Josephine Hofmann

ist Leiterin des Competence Center Business Performance Management am Fraunhofer-Institut

„Die Voraussetzungen für eine chancenorientierte Nutzung von Industrie 4.0 sind gerade in FrankfurtRheinMain sehr gut: Ob Logistik, Infrastruktur, Bildung oder die große Wirtschaftskraft allgemein – all das bietet tolle Gestaltungschancen, die genutzt werden sollten!“

Magdalena Münstermann

ist Prokuristin und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Bernd Münstermann GmbH & Co. KG.

„Unbedingte Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeitswelt 4.0 ist der Blick auf die sozialen und emotionalen Bedürfnisse des Menschen. Im Rahmen einer guten Unternehmenskultur werden die veränderten Arbeitsbedingungen mit der Fortbildung unserer Mitarbeiter im Einklang gehalten. Gegenseitiges Vertrauen und Freude an der Arbeit führen zum Erfolg.“

Moderation

Karl-Heinz Schulz

Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH

“Vereinfacht gesagt gibt es derzeit 3 Positionen: (a) wir schaffen uns alle ab; (b) es ist noch immer gut gegangen; (c) keiner weiß wirklich, was kommt. Wir werden versuchen, es etwas genauer herauszubekommen.”

11.40 Uhr
Showact

11.50 Uhr
Imbiss, Marktbummel und Übergang zu den Foren

12.50 Uhr
Foren
Diskussionsforen zu den Themen:
Arbeit 4.0, Metropolregion, Willkommenskultur

Forum 1: Arbeit 4.0

Hurra, ich muss nicht mehr denken! Über Sinn, Hintersinn und Unsinn digitalisierter Arbeitsformen. An fünf Themeninseln entwerfen wir eine Bedienungsanleitung für ein geordnetes und sinnstiftendes Leben 4.0.

Moderation des Forums: Martina Schmeink, ddn e.V.

Beruf und Familie – zwischen neuer Freiheit und Entgrenzung:
Es gibt sie, die neuen technischen Lösungen für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aber heißt Können auch Müssen? Wo droht Privates mit Beruflichem zu verschwimmen und wo gewinnen Arbeitnehmer mehr Zeit und Flexibilität?
Dr. Georg Barzel, audit berufundfamilie
Brigitta Kreß, balancing consult
Walter Lochmann, ver.di Bildungswerk Hessen e.V.
Heike Stein, Magistrat der Stadt Kronberg im Taunus
Erdmute Thalmann, Vodafone GmbH

Betriebliches Gesundheitsmanagement – digitale Führung, gesunde Führung?
Digital gesund: klingt chic, aber geht es auch? Und was wird aus dem guten alten Selbstmanagement, bekanntlich einer wichtigen Quelle für die Gesunderhaltung von Mitarbeitern und Führungskräften? Analoge Berichte und Diskussionsbeiträge aus der realen Unternehmenswelt.
Dr. Hansjörg Becker, INSITE-Interventions GmbH
Heike Mönig, Deutsche Bahn AG
Maria Klink, Berufsförderungswerk Frankfurt

Lernen 4.0 – MOOC, Blended- oder E-Learning: wer gewinnt und wer verliert?
Jobs verschwinden, neue tauchen auf. Und die Akademisierung schreitet munter voran. Die 4.0 ist eine Kraftanstrengung für jede Generation. Wie Jung und Alt künftig lernen.
Armin Bayer, Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Dr. Christoph Kahlenberg, Randstad Deutschland GmbH & Co. KG
Sascha Peters, IHK Darmstadt

50plus – Wo bleiben die digital immigrants?
Wie profitieren ältere und jüngere Mitarbeiter von IT-gesteuertem Wissenstransfer und welche neuen Lösungen eignen sich besonders für KMU?
Jan Brunner, Energie Baden-Württemberg AG
Marion Kopmann, Silberrücken GmbH
Martina Schmeink, ddn e.V.

Neue Arbeitsformen – Agilität für alle?
Die Strukturen in Unternehmen werden agiler. Ihre Mitarbeiter auch? Nicht selten prallen Welten aufeinander, wenn es um alternative Arbeitsformen geht. Wir erforschen das Phänomen „Paralleluniversum“ und wie der Knall verhindert werden kann.
Rainer Hetzer, Continental Teves AG & Co. oHG
Jens Honigmann, ING-DiBa AG
Kevin Brian Moore, Crytek GmbH
Corinna Vogt, ING-DiBa AG
Frank Weber, weber.advisory

Forum 2: Metropolregion

Gewusst wie: Jetzt können Unternehmen und Kommunen Potenziale heben, die die Region maßgeblich vorantreiben. Und wer hätte das gedacht: Dank 4.0 erlebt nicht zuletzt auch Industrie 2.0 ein Revival. Und wie genau, erfahren Sie in den drei Fachvorträgen.

Moderation des Forums: Dr. Ralf Geruschkat, IHK Frankfurt am Main

Daten und Fakten zur Entwicklung der Metropolregion FrankfurtRheinMain:
Wir stellen neueste Erkenntnisse aus dem Raumbeobachtungssystem „Regionales Monitoring“ vor. Wie ist die Ausgangssituation und was sagen ausgewählte Prognosen zur zukünftigen Entwicklung in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Verkehr? Welche Herausforderungen können für die Metropolregion FrankfurtRheinMain abgeleitet werden?
Matthias Böss, Regionalverband FrankfurtRheinMain

Smart Production – Smart Mobility:
Was bedeutet Industrie 4.0 für Ballungsräume? Produzieren Fabriken dank der Digitalisierung sauberer und leiser? Ist dadurch ein Erstarken des Sektors im urbanen Raum möglich? Und mit welchen klugen Verkehrskonzepten schafft es die Wissenschaft, Nutzungskonflikte bezüglich gewerblichen Verkehrs zu lösen?
Prof. Dr. Petra Schäfer, Frankfurt University of Applied Sciences
Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Frankfurt University of Applied Sciences

Nur wer mitspielt, kann gewinnen:
Prosperierende Städte auf der einen Seite, verödende Landstriche auf der anderen. Und mittendrin die Flüchtlinge. Wir wollen wissen, welche Folgen der Zuzug auf geplante Baumaßnahmen und Entwicklungskonzepte hat. Wie können strukturschwache Regionen profitieren und wie werden bevölkerungsdichte Städte entlastet?
Karl-Christian Schelzke, Hessischer Städte- und Gemeindebund

Im Anschluss vertiefen wir die Vorträge an drei Themeninseln:

Smart Mobility:
Das Bahnticket auf dem Smartphone kennt jeder. Doch Smart Mobility ist noch viel mehr als das. Wie die „Mobilität aus einer Hand“ den Reisenden mit dem Verkehr vernetzt, zeigen wir mit Kurzfilmen und „am lebenden Versuchsobjekt“. Und auch in Sachen urbane Mobilität gibt es neue Modelle. Wir untersuchen das Auto als Mobilitätsträger und -verhinderer und gehen der Frage nach, wie wir seinen Einsatz mit den wachsenden Ansprüchen an Lebensqualität, konkurrierenden Flächenbedarfen und steigendem Pendleraufkommen in Einklang bringen.
Ansgar Roese, Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Jürgen Schultheis, HOLM GmbH
Prof. Dr. Petra Schäfer, Frankfurt University of Applied Sciences

Urbane Produktion – Entwicklungschancen für Kommunen:
Welche Chancen bietet die Urbane Produktion für FrankfurtRheinMain, um auch künftig eine erfolgreiche Wirtschaftsregion zu bleiben? Was braucht es neben Gewerbeflächen, Verkehrsinfrastruktur und Wohnungen für die Beschäftigten? Wir werfen einen Blick auf die Bedürfnisse der Unternehmen bei dieser neuen Form der Produktion – und die mögliche Rolle der Metropolregion.
Doris Krüger-Röth, Stadt- und Regionalentwicklerin
Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Frankfurt University of Applied Sciences
Erika Schulte, Hanau Wirtschaftsförderung GmbH

Die Region im Licht der Zukunft:
Wir setzen uns kritisch mit verschiedenen Zukunftsstrategien für die Metropolregion auseinander. Dabei immer im Blick: Eine praxistaugliche Umsetzung für Stadt und Land (Wohnen, Arbeiten und Verkehr).
Matthias Böss, Regionalverband FrankfurtRheinMain
Dr. Ralf Geruschkat, IHK Frankfurt am Main
Michael Krtsch, Wirtschaftsförderung der Kreisstadt Dietzenbach
Karl-Christian Schelzke, Hessischer Städte- und Gemeindebund
Heiner Zinser, Maschinenfabrik Wüstwillenroth GmbH

Forum 3: Willkommenskultur

Migration 4.0 – Zukunft statt Herkunft. Oder: Wie können wir ein vielfältiges Zusammenleben gleichberechtigt und unabhängig von Herkunft gestalten? Im interaktiven Fishbowl-Format finden wir es gemeinsam raus.

Moderation: Susanna Caliendo, Leiterin des Europabüros der Metropolregion FrankfurtRheinMain

Gastarbeiter, Ausländer, Migrant:
Die Bezeichnung für zugewanderte Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten genauso gewandelt, wie die dahinter stehende Politik und gesellschaftliche Haltung. Was lange out war, ist heute in und heißt „Willkommenskultur“. Die Frage, die sich bei Migration 4.0 aufdrängt: Wie können wir das Miteinander auch endlich unabhängig von Herkunft gestalten?

(Nationale) Identität neu denken:
Wir leben in einer vielfältigen und internationalisierten Gesellschaft. Wer ist da eigentlich „deutsch“, wer „Migrant“ – und das wie lange? Welche Zuschreibungen – aber auch Ängste – verbinden wir damit? Und wie steht es um eine gemeinsame supranationale Identität?
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund) e.V., Laura Digoh
Claudia Khalifa, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V
Prof. Dr. Ulrich Wagner, Philipps-Universität Marburg

Fit für Vielfalt:
Was kommt nach dem „willkommen heißen“? Wie steht es in unserer Gesellschaft um eine Anerkennungskultur, die gleiche Teilhabe sowohl für neue als auch für bereits hier lebende Einwanderer ermöglicht? Was fehlt? Und wie können wir einen Paradigmen- und Perspektivenwechsel vorantreiben?
Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Frankfurt University of Applied Sciences
Mostafa Massoud, Fragomen Global LLP
Christine Stürtz-Deligiannis, ING-DiBa AG

Probieren geht über Studieren:
In einer kurzen praktischen Übung wollen wir mit Ihnen Stereotype hinterfragen und Willkommens- und Anerkennungskultur über den Tellerrand hinaus- und weiterdenken: Zusammenleben 4.0 sozusagen.
Martin Wagner, DiKoM – Agentur für Diversity Management und Interkulturelle Kompetenz e.V.

15.30 Uhr
Get-together mit Aylin

Das musikalische Ausnahmetalent aus Frankfurt am Main

Singer. Songwriter. Producer.

Aylin

Aylin

Aylin

Baby Shoo Entertainment

16.30 Uhr
Vorführung des Filmes “AUGENHÖHEwege”

“AUGENHÖHEwege”

Im Fokus steht die Arbeitswelt der Zukunft: Wie wollen wir arbeiten? Wie gelingt eine neue Kultur der Zusammenarbeit? Neue Wege zu beschreiten heißt, Gewohnheiten hinter sich zu lassen, Glaubenssätze zu überdenken und sich vor allem die Frage zu beantworten: Wohin soll die Reise gehen? AUGENHÖHEwege zeigt mutige Firmen, die sich genau auf diesen Weg gemacht haben.

17.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

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